Es ist für uns eine Zeit angekommen.

Da ist sie wieder. Die Zeit der frühen Dunkelheit und dicken Wollsocken, der kahlen Baumkronen und Kaminfeuer. Es novembert in den Straßen und in den Launen, und als mir dies hier begegnet, stellt sich eine gewisse Feierlichkeit ein.
Das kommt jetzt wieder.
Bilder, Geschichten und Rituale, die ich als Kind kennenlernte und als Mutter weitertrug, die ihren Ort haben auf den Straßen, in den Häusern, in meiner Schule und überall, immer in anderer Gestalt.
Wir gehen in die dunkle Jahreszeit hinein und auf Weihnachten zu.

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Für mich bedeutet das zum Beispiel, Lebkuchen zu backen. Man braucht dafür mehrere lange Abende, einen wirklich großen Tisch und am besten eine DVD von „Krieg und Frieden“ (Leo Tolstoi) oder „Downton Abbey„. Dann ist es perfekt.
Allein der Duft der frisch gebackenen Plätzchen bricht Welten auf im eigenen Gemüt.

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Es ist auch immer eine anstrengende Zeit. Viele Termine, Berge von Klausuren, hochgeklappte Mantelkrägen, und das Freibad ist zu.
Aber wenn wir hin und wieder zur Besinnung kommen, wird es manchmal auch besinnlich.

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Ich freue mich auch dieses Jahr auf das Kind in der Krippe, den Schmuck in den Klassenzimmern meiner Schule, selbstgefaltete Sterne von Fünftklässlern, die man manchmal geschenkt bekommt, das Weihnachtsoratorium nachmittags beim Tee und das Geschichtenerzählen, das sie alle mögen, die Großen und die Kleinen. Und vor meinem Haus wird im alten Apfelbaum wieder der große beleuchtete Stern hängen.

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Ich freue mich. Manchmal ist es ganz einfach.
Hallelujah.

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