Es gut sein lassen.

 

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Kann etwas mehr Vitalität haben als ein kleiner Hund? Mehr Kraft, Beweglichkeit, grundsätzliches Einverstandensein mit dem Leben?

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Ich frage mich, wie ich jemals ohne Lisca leben konnte. – Ach ja, da war natürlich Meier. Und Juli. Und vor ihnen Motte.

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Nichts kann mein Leben gemütlicher, bewegter, wärmer und lustiger machen als (m)eine kleine Hundine. Kein Mensch weiß, wie sie ihre ersten drei Jahre verbracht hat – jedenfalls nur zu einem geringen Teil. Straßenhund in Bosnien – na, ich weiß nicht, ob das immer so ein Spaß war. Durch viele gute Hände und Herzen ist sie dann gegangen, bis sie schließlich in Ostfriesland ihr Zuhause fand.

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Jeden Tag freue ich mich, dass sie da ist. Dass jemand sie in einen Transporter gepackt und nach Deutschland gefahren hat. Dass sie vorher nicht überfahren wurde oder verhungert ist. Jeden Tag freue ich mich an diesem Leben. Mehrmals. Dauernd.

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Manchmal kommt der sympathische Nachbarwelpe zu Besuch. Gegen das, was die beiden Hunde dann in meinem Garten rennen, können keine drei Erwachsenen anspazieren. Wir sitzen daneben, drehen Kaffeetassen in den Händen und lachen, wenn einer von ihnen wieder in den Teich fällt. Und sich schüttelt. Alles wird nass. Aber macht nichts. Es ist Sommer.

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Wenn kein anderer Hund da ist, spielt sie auch mit mir, meine Hündin. Ich bin nicht besonders flink oder so, aber sie liebt mich irgendwie trotzdem.

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Ihr Fell ist weich. Ihre Augen so dunkel, dass man den Grund nicht sieht. Ihr Geruch macht Spaß. Ihre Hoffnung, dass wir, sobald ich mich auch nur ein winziges bisschen bewege, jederzeit zu einem Abenteuerspaziergang aufbrechen könnten. Einer Radtour. Oder sonst etwas wirklich Tollem.

Wie sie einfach nur lebt. Von einem Moment zum Nächsten. Wie sie mir vertraut, so wie ich vermutlich niemandem vertrauen kann. Wie sie die Sonne genießt und in den Wind hinein schnuppert, welche Gerüche er wohl zu ihr hinträgt. Wie sie so einfach nur ist. Ohne Pläne. Das tut mir gut. Mein eigenes Leben ist anders. Aber manchmal stehle ich mir den einen und anderen Moment ihrer Gelassenheit, rolle mich an ihr ein und lasse es gut sein.

Lisca

Lasse es einfach so gut sein, wie es ist. Wie es uns geschenkt ist. Wie wir es miteinander haben.
So viel Glück zwischen den Ohren.

Version 2

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