Ferien.

Schulen schütten Schüler aus, die Zeugnisse in Klarsichthüllen nach Hause tragen und aufatmen. Die große Pause ist da.
Wie jedes Jahr haben wir brav zuerst das Abitur, dann die Schulinspektion, eine Konferenz nach der anderen und schließlich mannigfache Grillvergnügungen abgearbeitet bis zum allseits erlösenden Ruf „Schöne Ferien“. Ja, dir auch. – Lasst es euch gutgehen. – Danke, Sie auch.
Schnell noch mal die Blumen gießen und in drei Wochen auch mal zwischendurch.

Manche Schüler verlassen die Anstalt und widmen sich Ausbildungsberufen.
Etliche Kollegen werden pensioniert. Man ruft ihnen Launiges nach und schnappt dann noch das eine und andere Lachshäppchen. Alles Gute. Schön war die Zeit.
Wieder fühle ich mich älter. Und bin es auch. Neulich hat mich doch tatsächlich jemand gefragt, wie lange ich noch arbeiten wolle. Also bitte! Ich habe die Halbzeit noch nicht erreicht. Und bin noch nicht mal müde.
Allerdings heute schon. Der Sommer ist schon halb vorbei, die Tage werden wieder kürzer, und hinter uns liegt eine lange Strecke, manchmal mit Rekordtemperaturen. Wir haben gut durchgehalten. Wir alle.
Nun werde ich keinen Wecker mehr stellen, meinen Kursheften den letzten Schliff geben, die Ordner leeren, manches abheften und den Schreibtisch frei räumen. Neue Lektüren einkaufen und durchlesen, die Hannover uns verordnet. Immer noch Zentralabitur. Immer wieder.
Der Hund ist begeistert. Ich gehe nicht mehr weg, jedenfalls nicht ohne ihn.

Ob ich heute im Gartenhaus schlafe?
Morgen früh könnte ich schwimmen gehen.
Dann trinke ich Kaffee in der Sonne.
Und fange einen neuen Roman an.
Zu lesen?
Ja, oder zu schreiben.

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