Mach das Radio an …

Schlechte Zeit für Lyrik, schrieb einmal der alte Brecht. Aber er schrieb es als Gedicht. Meine ist eine andere Zeit, die vielleicht aus ganz anderen Gründen eine schlechte Zeit für Lyrik ist. Meine Schüler jedenfalls tragen schwer an der große Frage zwischen ihren jugendlichen Schultern, warum zum Teufel nochmal sie Gedichte lesen und interpretieren müssen. […]

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Peppermint Abbey

  Da ist sie wieder, die Storyatella! Aus Berlin erreicht mich die neue Ausgabe von 2016. Auch diesmal ist eine Kurzgeschichte von mir in der charmanten Zeitschrift abgedruckt und das Gesamtpaket ist lesenswert und gelungen. Kenner meiner Küche und meiner Lieblingsserie erkennen leicht die Hommage, die meiner Geschichte innewohnt. Viel Vergnügen damit!

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Zu Bethlehem geboren

  Immer tiefer gehen wir hinein in die dunkle Jahreszeit, halten von innen dagegen mit den Lichtern in unseren Häusern und den Ofenfeuern, an denen wir abends sitzen, tragen die Bilder des Sommers in uns, die von heißen Tagen und blühenden Hortensien sagen, von all dem Schwimmen und Laufen und Radeln im Freien. Ich stelle […]

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Es ist für uns eine Zeit angekommen.

Da ist sie wieder. Die Zeit der frühen Dunkelheit und dicken Wollsocken, der kahlen Baumkronen und Kaminfeuer. Es novembert in den Straßen und in den Launen, und als mir dies hier begegnet, stellt sich eine gewisse Feierlichkeit ein. Das kommt jetzt wieder. Bilder, Geschichten und Rituale, die ich als Kind kennenlernte und als Mutter weitertrug, […]

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Von den unbesungenen Dingen.

Von den unbesungenen Dingen. Lyrik und Musik. So überschreibt Klaus Ritzer seinen Rezitationsabend im Gemeindesaal der Reformierten Kirche in Aurich am Freitag, 18.11.2016, um 20.00h. Neben Gedichten von Gottfried Benn, Günter Eich, Robert Gernhardt und Christian Morgenstern wird auch von mir etwas dabei sein. Die musikalische Begleitung erfolgt durch Wolfgang Neiweiser an der Gitarre. Der […]

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Moin.

Das gute Moin im Norden. Es ist mir in den letzten siebzehn Jahren, in denen mir Ostfriesland zur Heimat geworden ist, in Fleisch und Blut übergegangen, so sehr, dass ich es manchmal versehentlich kurz vor München abends beim Betreten einer Tankstelle sage. Da passt es gar nicht hin, und die Tankstelle wundert sich. Hier sagt […]

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Es gut sein lassen.

  Kann etwas mehr Vitalität haben als ein kleiner Hund? Mehr Kraft, Beweglichkeit, grundsätzliches Einverstandensein mit dem Leben? Ich frage mich, wie ich jemals ohne Lisca leben konnte. – Ach ja, da war natürlich Meier. Und Juli. Und vor ihnen Motte. Nichts kann mein Leben gemütlicher, bewegter, wärmer und lustiger machen als (m)eine kleine Hundine. […]

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Das letzte Wort – nicht dem Tod.

  Darüber freue ich mich jedes Jahr an Ostern neu: Dass dem Tod nicht das letzte Wort überlassen wird. Dass der hagere Nazarener aus seinem Grab aufgestanden ist, zu seinen Freunden gegangen und mit ihnen gesprochen hat. (Sie taten sich schwer, es zu glauben.) Und dass es nach allem Winter, nach Kälte und Kahlheit irgendwann […]

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Fliehen müssen. – Ankommen dürfen.

  Manchmal ziehe ich mich zurück. Hin und wieder muss ich mich abgrenzen. Abends schließe ich die Türen ab und mich ein. Ich schütze mich, meine Familie, mein Hab und Gut, meine Nachtruhe. Aber noch nie fielen Bomben auf mich nieder. Niemals wurde jemand, der mir lieb war, getötet. Noch nie lag mein Haus in […]

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Am Ende eines Lebens.

Meier 2002-2016 Was können wir sagen, wenn ein Leben zu Ende geht? Wir fragen, warum. Warum jetzt? Warum so? Mein vielgeliebter Hund ist gestorben, und es ist, als merkte ich erst jetzt, nach so vielen Trennungen und Abschieden, wie leer ein Haus wirklich sein kann. Ich höre, fühle und rieche ihn überall, immer noch. Er […]

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